04 August, 2015

Dieser Nachmittag hatte es in sich

Heute am Nachmittag ging Ingrid mit uns, wie schon von Amica angekündigt, hinaus um die Blümchen zu gießen. Wir ließen ihr dabei aber absolut keine Ruhe und sprangen an ihr hoch und ihre Finger waren einer ständigen Gefahr ausgesetzt, zwischen unsere Zähne zu kommen. Eine Weile machte unsere Zweibeinerin gute Miene zu unserem bösen Spiel, doch nach einigen Ermahnungen und PLATZ-Befehlen, die wir nur sehr widerwillig oder gar nicht befolgten, sperrte Ingrid uns kurzerhand ins Haus - DAAS sollte sie bitter bereuen!

Wir sprangen im Hausinneren an der Türe hoch und gebärdeten uns wie die "Berserker". Als Ingrid den Pflanzen genug Wasser gegeben hatte, wollte sie wieder ins Haus doch da war nix zu machen, mit unserem Hochspringen ist es uns gelungen, die Schnalle von der Türe herunterzudrücken und diese war geschlossen. Da nütze kein Rütteln und Zerren daran, die war zu und Ingrid draußen und wir drinnen! Kein Weg führte ins Haus. Ingrid geriet in Panik. Frau Nachbarin, die einen Hausschlüssel hat, war nicht zu Hause und Ingrid sah sich schon im Freien nächtigen! Da kam sie auf die glorreiche Idee, wie ein Dieb, bei ihrem eigenen Schlafzimmerfenster einzusteigen. Sie schob die Mülltonne zum besagten Fenster, doch die fing an zu rollen und sie wäre fast mit samt der Tonne in der Botanik gelandet. Dieser Versuch war daher gescheitert! Die nächste Idee war, sich eine Leiter zu holen. Gesagt getan, eine Leiter musste her! Die fand sie nach einigem Suchen in der oberen Garage und schleppte sie vors Fenster. Sie zerriss das Fliegengitter, da kamen wir ganz erstaunt herbeigelaufen, was tut das Frauchen den da draußen am Fenster? Sie hätte es auf diese Art sogar fast geschafft, durch das Fenster zu schlüpfen, nur die Blumenkistchen waren im Weg. Kurz entschlossen wurden diese auch entfernt und weiter gingen die Versuche ins Haus zu kommen. Wäre auch ohne Probleme möglich gewesen, wenn entweder die Leiter eine Sprosse mehr gehabt hätte oder der Vorbau für die Blumenkistchen nicht da gewesen wären. Der Versuch "einzubrechen" schlug daher fehl! Verzweifelt schlich sie wieder zu Frau Nachbarin hinunter, die war noch immer nicht da und daher ein Versuch im alte Bauernhaus irgendetwas zum Fenster einschlagen zu finden! Sie suchte auch verzweifelt, ob nicht irgendwo ein Ersatzschlüssel verborgen war und nach längerer, immer hektisch werdender Suche, fand sie einen Schlüssel, der vielleicht passen könnte. Wie mit einem kostbaren Schatz lief sie voll Erwartung zum Garagentor und siehe da, der Schlüssel drehte sich im Schloss und das Tor ging auf *freufreufreu*. Diese Freude war gar nicht in Worte zu fassen, sie war im Keller, die Treppe hoch und weiter bis zu uns ins Wohnzimmer. Da erwartete sie die nächst Überraschung, wir haben wahrscheinlich die gestrigen Knochen nicht ordentlich gekaut und die lagen uns im Magen und beide würgten wir als Begrüßung Brocken von Knochen der Ingrid vor die Füße! Dieses nachmittägige Abenteuer hatte es in sich. Resümee dieser Geschichte, nie mehr ohne Schlüssel oder Handy hinausgehen und uns im Haus einsperren!

Da kam Georgs Antwort und auch Ingrid konnte sich vor lauter lachen nicht mehr halten. Er schreib:


na da hab ich heut, vor dem Schlafen gehen, nochmals ordentlich Tränen gelacht ...

wie sagt man ... wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen ...
die Hunde haben wahrscheinlich auch die Knochen vor lachen nicht mehr halten können, und haben sie deshalb vor Ingrids Füßen ausgebreitet ...

Schildbürgerstreich par Excellence ...

vermutlich haben auch noch ein paar Altmannser mitgelacht, weil das Haus sieht man ja auch weithin in Altmanns ... "haha .. die (kleine dicke) Fensterlt via Mistkübel im eigenen Haus ... hihi ...

ich geh jetzt schlafen, bevor ich auch Knochen vor lachen kotze ... jedenfalls eine "Max und Moritz-reife Aktion" ...


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